GiG - vergeben! vergessen?
Bildergalerie vom GiG
Der vierte GiG am 7. April stand unter dem Thema "vergeben! vergessen?".
Das Experiment "GiG in der Kirche" vom letzten Mal war erfolgreich:
Die Auferstehungskirche verträgt unseren Sound besser als das Johannesgemeindehaus und die Athmosphäre hier ist einfach auch ganz besonders.
Darum feiern wir die weiteren Jugos nun immer hier.
Dieses Mal trafen wir uns an einem Mittwoch, da schon seit Jahren am Mittwoch vor Ostern bei uns das Jugendabendmahl gefeiert wird.
Wir waren positiv überrascht, dass mitten in der Woche rund 80 Gäste da waren!
Hier ein kurzer Rückblick auf das Programm:
- Sing and Pray mit BUFU, der GiG-Band

Die Band schafft es, uns alle mit drei ruhigen Liedern in die besondere Stimmung des Jugendabendmahls hinein zu nehmen.
- Anspiele zum Thema
Das Anspiel-Team hat drei Geschichten / Situationen zum Thema mitgebracht:
Das erste Stück handelt davon, wie einer für sich zwar gerne die Vergebung der Mutter annimmt (beim Kicken in der Wohnung gibt's zerbrochene Kristallgläser), kurze Zeit später aber dem Bruder eine Kleinigkeit (Absturz des Computers durch versehentliches Ausstecken) nicht vergeben kann.
Darauf liest Steffi die Geschichte von Peter vor, der traurig am Grab seines Freundes Hans sitzt. Sie hatten sich vor dessen Unfalltod verkracht und nun ist eine Vergebung / Aussöhnung nicht mehr möglich.
Die letzte Szene nimmt uns hinein in die beklemmende Gefühlswelt von Gert, einem jungen Mann, der im Suff ein Mädchen überfahren hat, und deren Eltern. Hier ist schließlich nach langer Leidenszeit auf beiden Seiten echte Vergebung möglich.
- Message
Mit einer Folie mit alltäglichen Situationen (zicken, lästern, beleidigen, lügen, Freund/in ausspannen, jemanden links liegen lassen...)
macht Renny uns allen klar, an wie vielen Stellen jeder von uns Vergebung braucht oder gibt.
Anhand der drei Geschichten von vorher zeigt sie vier "Vergebungstypen" auf:
- Vergebung - klar, wenn's mir nützt
Vergebung für mich selber gleich annehmen, aber im umgekehrten Fall den anderen erst mal zappeln lassen.
Ich will schauen, ob's ihm auch wirklich leid tut- warten, bis er's wieder gut gemacht hat, etc.
Lies dazu auch mal in Matthäus 18, 21-35 die Geschichte vom König, der seinem Schuldner 50 Mio. Euro Schulden einfach so erlässt,
und der weiß nichts Besseres als seinen Freund, der ihm grad mal 100 Euro schuldet, zu verklagen.
Gerade hat er noch so was Unglaubliches erlebt - und nun? Alles wieder vergessen! Die Geschichte endet übrigens ganz übel...
-> wichtig: Vergebung fordert die Bereitschaft, auch dem anderen zu vergeben.
- Vergebung - klar, aber bitte nach dir
Zwei haben sich verkracht, aber keiner will den ersten Schritt machen. Jeder sehnt sich eigentlich nach Versöhnung, aber - erst muss der andere sich entschuldigen, dann kann ich selber auch vergeben. Mit der Zeit wird's immer schwieriger und manchmal - wie in der Geschichte von Peter und Hans - kann's plötzlich zu spät sein.
-> wichtig: Vergebung fängt bei mir an.
- Vergebung - ich brauche Zeit
Das was dir angetan wurde, hat dich so verletzt, dass du nicht an Vergebung denken kannst/willst. Vergeben und vor allem vergessen fällt sehr schwer (wie bei den Eltern des toten Mädchens).
Vielleicht hast du dir auch geschworen, etwas nie zu vergessen.
Wovor hast du Angst? Die Erinnerung gehört ab sofort zu deinem Leben, die nimmt dir niemand mehr, aber den Schmerz musst du nicht festhalten, der macht dich kaputt!
Es ist wie bei einer richtigen Wunde: Es braucht Zeit zum verheilen und dann bleibt eine sichtbare Narbe als Erinnerung zurück. Aber der Schmerz ist weg.
Jesus will auch dich heil machen, lass es zu, geheilt zu werden.
-> wichtig: Vergebung braucht zuerst Heilung.
- Vergebung - andern ja, mir selbst niemals
Vielleicht wartest du wie Gert sehnsüchtig darauf, dass dir vergeben wird. Aber Gerts größtes Problem ist nicht, dass die Eltern des Mädchens ihm nicht vergeben haben, sondern, dass er sich selbst nicht vergeben kann. Aber: Vergebung fängt bei dir selber an.
Komm ins Reine, mach Frieden mit dir selbst und mit Gott. Wie? Bring deine Schuld und Selbstvorwürfe, deine Ohnmacht zu Jesus, bei ihm ist sie gut aufgehoben!
Gott verspricht dir in Micha 7, 19: Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werden.
Gott ist barmherzig, er befreit uns von unserer Schuld, er legt nicht den Finger in die Wunde wie wir, um sie wieder aufzureißen, sondern um sie zu heilen! Wenn Gott dir vergeben kann, kannst du auch dem andern und dir selbst vergeben.
-> wichtig: Vergebung verändert!
Während dem folgenden Lied (Create in me a clean heart) und der fogenden Stille ist Zeit, dass jeder mit Gott aufräumt und seine Sünden vor Gott bringt.
- Abendmahl
Jedem wird die Vergebung Gottes zugesprochen, dann teilen wir Brot und Traubensaft miteinander in vier Gruppen.
Auf dem Boden im Kreis sitzend, brechen wir das Fladenbrot und reichen es an den Nächsten weiter. Ebenso wird der Kelch mit Traubensaft weitergereicht.
- Sing and Pray, Teil 2
Wir singen unsere Freude über die Vergebung heraus.
Der Opferstrumpf kreist wieder; dieses Mal geben wir das Geld an "Brot für die Welt" weiter.
- After-GiG-Party
Der Ständerling hat einen neuen Namen, aber sonst bleibt alles beim alten:
Es gibt wieder einen gemütlichen Ausklang mit Snacks und was zu trinken und Zeit zum gemeinsam schwätzen.
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